"Bei allem, was sich dem Auge anbietet - sei es ein Mensch, ein Baum oder ein Ding, habe ich das sichere Gefühl, dass es sich in ungezählten anderen Formen zur Schau stellen könnte, wenn es nicht durch die physikalischen Gesetze, die allem innewohnen, daran gehindert wäre. Eine dieser vielen Formen (und womöglich die wesentlichste) zur Darstellung zu bringen, ist die Aufgabe des Malers. Bloß ein Abbild zu schaffen, ist dumm und zwecklos, ja fast eine Schamlosigkeit. Darum sind auch alle Spießbürger so sehr darauf erpicht und stets bereit, den Künstler zum Narren zu stempeln, wenn er etwas dem Ewigen entreißt, was ihrer stumpfen Welt unbekannt bleibt."

Fragment aus einem undatierten Manuskript Hauks, nachzulesen in Hannes Etzlstorfer: Ich bin bereit, neu anzufangen... Karl Hauk als Künstler zwischen den Zeiten, in: Kunsthandel Widder: Karl Hauk, Wien 2008, S. 7.